Besinnliches

Zunächst erstmal einen persönlichen Aufruf:

Wenn die Weihnachtszeit naht jedes Jahr, unsere Kinder machen ihre Wunschzettel fertig.

Viele haben den großen Wunsch: Ein Tier soll es sein..........

Bitte liebe Eltern überlegt, ob Ihr diesen Wunsch nachkommen wollt.

Ein Meerschweinchen oder Hase? 

Eine Katze?

Oder sogar ein Hund?

Alle Tiere sind Lebewesen, haben ebenfalls Bedürfnisse, sind kein Spielzeug und machen Arbeit , Wer erledigt diese Arbeit, hält die Boxen der Meerschweinchen oder Hasen sauber, wer füttert sie, wer geht mit den Hund spazieren? Wo bleiben die Tiere, wenn es in den Urlaub geht?

Alle Tierbaby`s sind ja soooo süß, klein und knuffig - aber was ist dann, wenn (gerade bei Hunden) sie erwachsen sind? 

Bitte liebe Eltern, bevor Ihr den Wünschen der Kiddy`s nachkommt, informiert Euch genau.

Heutzutage gibt es zum Glück das Internet, dort findet man alles, was man wissen will und sollte. Und bedenkt bitte, unsere Tierheime sind randvoll, geht doch mal dort hin, vielleicht könnte man erstmal eine Patenschaft übernehmen, um zu sehen, wie stark der Wunsch Eurer Kiddy`s ist nach einem Tier ist.

Und noch ein ganz großer Wunsch:

Kauft bitte kein Hund, auch wenn der noch so niedlich ist, bei unseriösen Handlern auf Märkten. Diese werden meistens aus Polen eingeschleust und sind krank.

Unseriöser Hundehandel: Stoppt die Welpendealer!

Das Geschäft mit den Hundebabys aus Osteuropa boomt. Wie viel Leid, Betrug und Korruption sich dahinter verbergen, ahnt jedoch kaum jemand…

Das Angebot von Welpen scheint unerschöpflich. Ob auf entsprechenden Seiten im Internet oder in Inseraten in Tageszeitungen: Jede Rasse steht zur Verfügung. Die Kosten oftmals weit unter dem üblichen Preis. Von "familiären Anschluss" oder "liebevoller Aufzucht" ist darin die Rede.

Doch die Realität sieht anders aus:
Die meisten Welpen kommen vor allem aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. In Massen produziert und zu früh von ihren Müttern getrennt, werden sie - in Kisten und Kofferräume gepfercht - oft tagelang durch Europa gekarrt . Die EU-Osterweiterung macht es den Schieberbanden leicht und erschwert die Kontrollen an den Grenzen. Das skrupellose Geschäft mit der "Ware" Hund blüht, und die Nachfrage steigt stetig....

So könnt ihr aktiv werden
:

Tretet unserer Facebook-Gruppe   Facebook gegen illegalen Welpenhandel   bei und unterzeichnet die   Online-Petition.

Dies ist die Geschichte von Lea

einem Hund,
der von illegalen Hundehändlern stammt.


Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin.
Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.
Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie ist oft

krank und sehr dünn. Sie hatte nur sehr wenig Milch für mich und meine Brüder

und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich von meiner Mama wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst
und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und
ich hätte meine Mama doch so sehr gebraucht.
Arme Mama, es ging ihr soschlecht. Die Menschen sagten,
das sie jetzt endlich Geld wollten und das das Geschrei meiner
Schwester und mir ihnen auf die Nerven ginge.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.
Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,
ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese
seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind
in einem PETSHOP, einem Laden, wo es viele Tiere gibt.
Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hörten auch das
Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drückten uns
eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen um uns anzuschauen, oft ganz kleine
Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns
jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich
und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sie
sagen Oh, sind die süß, ich will eines, aber dann gehen die Leute wieder
fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf
an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen
Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nahmen,
sagen sie, sie sei krank gewesen, und ich sollte verbilligt abgegeben
werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtete mein leises
weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft !
Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH
entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei
und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater
und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen. Ich
heiße jetzt LEA. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist
wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,
passen gut auf mich auf, geben mir sehr gutes Futter und viel, viel Liebe.
Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts
ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.


Erster Besuch beim Tierarzt.
Es war ein seltsamer Ort. Mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen.
Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte,
es wäre o.k. und dann entspannte ich mich.
Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,
sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln
und von Dysplansie E und vom Herz. Er sprach von wilden Züchtern
und das meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien.
Ich habe nichts von alldem begriffen, aber es war furchtbar,
meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich 6 Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und
stark, aber mir tut bei jeder Bewegung alles schrecklich weh. Die Schmerzen
gehen nie weg. Außerdem bekomme ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein
wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein
kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter
sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es
»genetisch« und »nichts zu machen«. Ich möchte draußen in der warmen
Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen.

Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht
einmal aufstehen, um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los?

War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen

mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhören!

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchens ablecken,

aber wenigstens erreiche ich seine Hand.

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in
mein Fell, ich fühle wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es,
ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr

freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich......

Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück.

Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.
Ein Traum, ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern
auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu,

das es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück.


So sage ich meiner Menschenfamilie auf wieder sehen auf die einzige mir
mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinem Schnuffeln.

Viele Jahre wollte ich mit euch verbringen, es hat nicht sein sollen.
Stattdessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

 

 

1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer

Dieser Text kann und soll weiter verbreitet werden,

damit sich all die Leute Gedanken machen,

10  Bitten des Hundes an sein Herrchen

 

1. Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre.

         Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten.

   Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich – ich lebe davon.

4. Zürne mir nie lange und sperre mich nicht zur Strafe ein !

Du hast Deine Schule, Dein Vergnügen, deine Freunde

 - ich habe nur Dich !

 

 

5. Sprich manchmal mit mir.

Wenn ich auch Deine Worte nicht immer ganz verstehe,

so doch die Stimme,

 die sich an mich wendet.

6. Wisse: wie  immer an mir gehandelt wird -

       ich vergesse es nie.

7. Bedenke wenn Du mich schlägst, dass mein Kiefer mit

Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zerquetschen könnten,

       ich aber keinen Gebrauch davon mache.

8. Ehe Du mich als bockig oder faul beschimpfst, bedenke:

                Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter,

                vielleicht war ich zu lange in der Sonne

            oder

                  ich habe ein altes, verbrauchtes Herz...

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde –

         auch Du wirst einmal alt sein.

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir.

    Sage nie: „Ich kann so was nicht sehen“

–oder

                    „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen“ .

 

 

 

         Alles ist leichter für mich mit Dir !

 

 

                                           

 

 

Es steht geschrieben...
 
 
10 Gebote für den Hundekauf
 
 
1. Du sollst keinen Hund kaufen, wenn nicht alle Familienmitglieder davon begeistert sind – und bereit feste Verpflichtungen zu übernehmen.
2. Du sollst keinen Hund kaufen, wenn Du keine Zeit und kein Geld hast,
 keine Geduld und keine Nerven.
3. Du sollst keinen Hund kaufen, wenn Du nicht gern läufst. Wer einen Hund mit dem Hinweis verkauft, der brauche keinen Auslauf, ist ein Betrüger
4. Du sollst keinen Hund kaufen, wenn Deine Kinder einen „Spielkameraden“ haben möchten. Hunde und Kinder müssen in einem sorgfältig beobachteten Lernprozess erfahren, wie sie miteinander umzugehen haben.
5. Du sollst keinen Hund kaufen mit der Erwartung auf dessen Leistungen.
Er wird dich enttäuschen.
6. Du sollst keinen Hund kaufen, den Du angeleint nicht halten kannst,
ihm also körperlich nicht gewachsen bist.
7. Du sollst keinen Hund kaufen, wenn Du ein Reinlichkeitsfanatiker bist oder Hypochonder. Er wird Dich hysterisch machen.
8. Du sollst keinen Hund kaufen, wenn Du kein zärtlicher, kein liebevoller Mensch bist. Er wird neben Dir seelisch verkümmern und deshalb bösartig werden.
9. Du sollst keinen Hund kaufen, ohne Dich vorher durch gute Bücher darüber zu unterrichten, was ein Hund ist.
10. Ein Hund ist kein Handelsobjekt, sondern ein hochsensibler Weggefährte des Menschen. Du sollst ihn niemals übernehmen von Menschen, die ihre Welpen verschicken, zu viele davon haben, verschiedene Rassen anbieten oder
vom Verkauf der Hunde leben. Wer verantwortlich züchtet, kann das nicht.
Nur Hunde aus glücklichen Familien können auch Deine Familie beglücken.

 

Hunde verschenkt man nicht!
 
Tiere zum Fest
von Gert Haucke (verstorben am 30. Mai 2008 im Alter von 79 Jahren)
 
 
 
Das Personal in den Tierasylen zittert bereits dem unausbleiblichen Einlieferungsboom nach dem Fest der Liebe entgegen, das allzumal ein Fest der Erpressung wird.
 
Die grauenhafte Kristallvase der hämischen Erbtante "prominent" im Wohnzimmer etablieren zu müssen, bis zu deren unseligem Ende - (dem der Tante) - ist ein Akt der Erpressung. Aber es ist auch ein Akt menschlicher Armseligkeit, sich um der Erbschaft willen damit abzufinden. (Soll'n sie doch pfeifen auf die Kohle!) Der Vase jedenfalls ist es egal, wem sie irgendwann, bebend vor Angst vor der eigenen Kühnheit, aus der Hand fällt.
Hundertmal habe ich in Bitterkeit beschrieben, warum es den Tatbestand schwer Tierquälerei erfüllt, Ahnungslosen ein lebendes Tier zu schenken, immer wieder ausgeführt, warum das so ist und dass der Schenkende der größte Übeltäter ist,
 weil er entweder eiskalt wie ein Gletscher ist, der vielleicht sogar seine Freude
an dem nun folgenden Chaos im Haus des Gastgebers hat; (der seinerseits mit
Mühe die Contenance behält, wo doch Gast neben Gastgeschenk der Eintritt
verwehrt werden sollte, um dergleichen einfürallemal zu begegnen).
Oder aber der mit dem Hündchen oder Kätzchen mit den Schleifchen über den angstvollen Augen ist so dumm, dass man ihn nicht allein auf die Straße lassen dürfte.
Er kann sich einfach nichts vorstellen!
Nein, die Geschichten von den verstörten kleinen Tieren angesichts des Weihnachtstrubels, der lauten Stimmen, der schmerzhaften Geräusche und Gerüche,
der vielen falschen oder überbordenden Zärtlichkeiten werden nicht wiederholt.
Nicht von mir. Auch nicht die Albträume von Geschehnissen der folgenden Tage.
Vom Hass, der sich ganz rasch auf das Geschenk entlädt, statt auf den Schenkenden. Keine Geschichte mehr von den ratlosen Ängsten der unschuldigen Würmchen,
denen ihr Stoffwechsel meist zum endgültigen Verhängnis wird.
 

©copyright by Marion Albrecht